Mein Weg

Mein Weg

„Das Leben ist so schön, wenn wir das tun, was wirklich Freude macht – den Weg des Herzens gehen!“

Ich kann wohl behaupten, dass mein Leben einen sehr ungewöhnlichen Verlauf genommen hat. Vom „Materialisten und Lechzer nach Anerkennung“ zum schamanisch Praktizierenden und Lebensberater! Schon in meiner hektischen Karriere-Zeit, hatte ich die „komische Vision - für Mutter Erde und die Menschheit“ dienen zu wollen!? Mein energieraubendes Treiben versuchte ich, bedingt erfolgreich, durch Qi Gong, Meditation, Rückführungstherapie und Kundalini-Yoga in Ausgleich zu bringen. In der „Hoch-Zeit“ meiner Vorstandstätigkeit, begann ich mich zu fragen, ob das wirklich der Sinn meines Lebens ist, ob ich bis zur totalen Erschöpfung in meinem Hamsterrad weiter laufen möchte? Mit ersten Burn Out-Anzeichen, ging ich für eine Woche ins Kloster, um in der Stille Antworten zu finden. Ich bekam sie! Ein halbes Jahr später kündigte ich, meinen Vorstandsjob. Kurz darauf vergaß ich meine guten Vorsätze, fiel zurück in alte Muster und war schnell wieder Geschäftsführer einer anderen Hausbaufirma. Durch die Insolvenz des Mutterkonzernes schlitterte auch die Tochterfirma, für die ich tätig war, in Konkurs. Ich versuchte zu ergründen, was mir das Leben sagen will?

In einem Traum, zirka zwei Wochen später, sah ich mich, mit einem großen Rucksack in einer Eichenallee wandern. Es war der Jakobsweg! Kurz darauf startete ich in Saint Jean Piet de Port in den Pyrenäen, um am spanischen Jakobsweg, die Entscheidung für meinen weiteren Lebensweg zu finden! Den Weg der Stille und Läuterung zu gehen, war die beste Entscheidung meines Lebens! Nach fast fünf Wochen „Spazieren gehen und Innehalten“ war ich in meiner Entscheidung gereift! Ausstieg aus meinem Hamsterrad!

Ein Jahr danach fuhr ich mit einer Klein-Expedition in einen entlegenen Winkel der Wüste Sahara, in das Gilf Gebirge und die Große Sandsee. In der Stille der Wüste lernte ich nicht mehr im Außen, sondern in mir selbst zu suchen! Dort fand ich die erste, große Botschaft für meine Berufung. Zuhause fügte sich in einer Mediation im Wald, das komplette Bild. Zuerst lehnte ich sie ab, denn Schamanismus kann ja nicht meine Berufung sein! Nein, sicher nicht! Aber trotz massiver Ablehnung, spürte ich diese tiefe Verbundenheit. Heute weiß ich, dass, diese Ablehnung, meine tiefe, innerste Angst war – „Der zu werden, der ich wirklich bin!“

Zwei Wochen später meldete ich mich für eine mehrjährige Ausbildung bei der internat. Schamanismus Akademie an, um fundiertes Wissen zu erlangen. Dort wurde ich in 8 Semestern zum Shaman Practitioner, Shaman Master, Shaman Leader und Shaman Coach ausgebildet. Diese Ausbildung war im ersten Schritt, ein Weg des „Heilwerdens meiner Seele“ und im zweiten Schritt wurde durch die Initiation zum Schamanen, die Verpflichtung daraus, das Gelernte und Erfahrene, zum Wohle aller - Menschen, Tiere, Pflanzen und Mutter Erde - weiter zu geben. Ich sehe mich als „Hüter der Erde“, als einer von vielen Hütern auf diesem Planeten.

Heute weiß ich, dass ich gerufen wurde, um meine Berufung zu leben, um als schamanisch Praktizierender, Seher, Heiler, Narr, Ratgeber, Künstler, Reisender zwischen den Welten und Visionär, meine Aufgabe in dieser Inkarnation zu erfüllen, zum Wohle aller! Mehr und mehr wuchs in mir das Vertrauen, dass wir alles in uns tragen, all das uralte Wissen in uns schlummert und wartet entdeckt zu werden! Wenn wir es schaffen die Zugänge dafür wieder zu finden und zu öffnen, stehen uns unendlich große Geschenke des Universums zur Verfügung. Die Absolvierung dieser umfangreichen Ausbildung, war notwendig um das Vertrauen für den Weg in meine Berufung zu finden. Ohne das intensive Wahrnehmen der geistigen Welt in meiner Ausbildung, hätte das Vertrauen in mir sicher nicht wachsen können! Und dafür danke ich von Herzen. Alles ist geführt, wenn man vertraut!

Es ist eine Berufung, die man nicht durch das Absolvieren von einigen Wochenendseminaren erlangen kann. Es ist ein achtsames Tun, in Demut, Dankbarkeit und Wertschätzung für das geführte und liebevolle Handeln durch die geistige Welt, als verantwortungsvolles und wahrhaftiges Bindeglied der Spirits. Hochmut und egoistisches Handeln als schamanisch Praktizierender, tragen eine große Gefahr in sich. Schamane sein, ist ein lebenslanges Entwickeln und Wachsen, ein sich im Vertrauen üben, ein immer wiederkehrendes Überprüfen seiner eigenen Motive und Werte, ein Handeln in Demut und Dankbarkeit, zum Wohle aller, den Weg des Herzens gehen!

Im Jahr 2012 habe ich mich entschieden mein schamanisches Wissen, durch die Ausbildung zum Diplom Lebens- und Sozialberater zu ergänzen, da diese Tätigkeit eine wunderbare Abrundung zur Arbeit des Schamanen und Energetiker ist. Den Menschen als Zuhörer, Wegbegleiter, Wegbereiter und Wissensvermittler, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. So wie es die Schamanen der Naturvölker für die Menschen Ihres Stammes immer schon gemacht haben.

Ich bin jetzt im vollen Vertrauen meinen Weg der Berufung konsequent weiter fortzusetzen und nach Abschluss meiner Ausbildung zum Diplom Lebensberater, nur noch jene Tätigkeiten, die wirklich Freude machen, wie schamanische Energie- und Seelenarbeit, das Schaffen von schamanischen Kunstgegenständen (Shamanic Art), die verantwortungsvolle Tätigkeit der Lebensberatung und als Buchautor, auszuüben. Jetzt meinen Traum vom Jakobsweg, mein erstes Buch zu schreiben, wahr werden zu lassen. Zum Wohle aller!

„Das Leben ist zu wertvoll, um das nicht zu machen, was wirklich Freude und Erfüllung bringt. Deshalb folge dem Weg deines Herzens!“

Johannes Kiartes Geisler